Montag, 8. November 2010

Schwerpunktbereichsprüfung - 30 % Staatsexamen

Seit ein paar Tagen habe ich ihn überstanden, den Schwerpunkt mit zugehöriger Schwerpunktbereichsprüfung. Dieser universitäre Teil des 1. Staatsexamens macht schon 30 % der Endnote aus. Der Schwerpunkt dauert zwei Semester und schließt mit einer schriftlichen Hausarbeit (50 %, 4 Wochen), einem mündlichen Vortrag zur Hausarbeit mit anschließender Verteidigung (20 %, 15 Minuten, 25 Minuten) und der mündlichen Prüfung zum gesamten Schwerpunktbereich (30 %, 20 Minuten pro Prüfling; maximal 3er-Gruppen, also 20-60 Minuten Prüfungszeit).


In meinem Schwerpunkt fand die Prüfung in einem außerhalb gelegenen Tagungshaus statt und dauerte von Donnerstag bis Samstag. In dem Haus war selbstverständlich Selbstverpflegung, also gemeinsames Kochen angesagt. Außerdem ist der Prüfungsort in unmittelbarer Nähe zum Ostseestrand (das Wetter spielte aber leider nicht mit).


Ich habe diesen Seminarcharakter inklusive abendlichen Kickerns als sehr angenehm empfunden. Man ist nicht alleine mit seinem Prüfungsstress, kann sich mit Leidensgenossen zusammen ablenken und sich nach bestandener Prüfung am letzten Abend gepflegt ein paar Flaschen Bier oder Wein genehmigen. Außerdem hat man so ziemlich das letzte Mal im Studium Gelegenheit Kontakte zu den Professoren zu knüpfen und sich mit seiner Arbeit gegebenenfalls schon für eine Promotion zu empfehlen. All dies fällt weg und die Veranstaltung wird anonymer und unpersönlicher, wenn die Prüfung an der Universität stattfindet.

Aus meiner positiven Erfahrung kann ich nur allen Studenten raten, sich wenn möglich bei ihren Prüfern für einen externen Veranstaltungsort einzusetzen. Da ich in Kiel studiere, war das in diesem Falle das Otto-Bagge-Kolleg in Sehlendorf an der Ostsee, das vielen Kieler Studenten von Erstsemesterfahrten und Seminaren bekannt sein dürfte. Ich vermute aber, dass auch andere Universitäten entsprechende Möglichkeiten haben.

Zuletzt weise ich noch darauf hin, dass die beschriebene Prüfung so für einen einzelnen Schwerpunkt der Universität Kiel stattgefunden hat. Die Erfahrungen lassen sich also nur eingeschränkt auf andere Schwerpunkte und Bundesländer übertragen. 

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